Meran
Meraner Musikwochen
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Meraner Musikwochen Geschichte des Festivals Meraner Musikwochen Im Jahr 1986 wurden anläßlich des 150-Jahre Jubiläums der Kurstadt die Meraner Musikwochen ins Leben gerufen und gaben der Tradition Merans als Musikstadt einen neuen Aufwind. Von Beginn an hat sich das Festival höchsten künstlerischen Ansprüchen verpflichtet. Unter der künstlerischen Leitung von Andreas Cappello haben die Meraner Musikwochen in kurzer Zeit große Berühmtheit erlangt und sind nun ein anerkannter Fixpunkt in der Festivallandschaft Europas.
Die Kurstadt selbst verleiht dem Festival eine besondere Aura. Die Architektur zeugt von der Blütezeit der Donau-Monarchie und von den Wurzeln Merans als traditionsreicher Kurort im Herzen Südtirols. Das milde Klima und die südländische Vegetation verleihen der Stadt ihr mediterranes Flair und haben sie als "Südbalkon" des deutschsprachigen Europas bekannt gemacht. Diese Verbindung von Nord und Süd schafft den unverwechselbaren Charme und hat Meran zu einem Kleinod der Muse gemacht. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert haben zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Musiker den Weg in die Kurstadt gefunden, sich an ihrem milden Klima ergötzt, ihre herrlichen Promenaden und natürlichen Sonnenterrassen genossen und sich von den Reizen der Natur inspirieren lassen. Franz Kafka, Arthur Schnitzler, Christian Morgenstern, Max Reger, Hans Pfitzner, Béla Bartók und Franz Lehár seien stellvertretend für viele andere genannt.
Die ersten Jahre des Festivals waren vorwiegend der Kammermusik gewidmet. Konzerte mit der Camerata Bern, den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, den Solisti Veneti unter Claudio Scimone und den Moskauer Virtuosen mit Vladimir Spivakov zählen zu den ersten Höhepunkten des Festivals. Aber auch das Emerson String Quartet und das Orpheus Chamber Orchestra konnten 1987 im Rahmen ihrer ersten Europatournee verpflichtet werden.
Einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Festivals leitete 1990 der weltweit gefeierte Musiker Heinrich Schiff ein. Er gestaltete eine eigene Konzertreihe, ein Festival im Festival, wobei er mit dem Hagen Quartett, der Deutschen Kammerphilharmonie und weiteren Künstlern das Publikum mit vielseitigen Programmen begeisterte. 1992 wirkte Sir Neville Marriner in der künstlerischen Leitung mit. Die Academy of St. Martin in the Fields wurde zum Residenzorchester des Festivals und garantierte dadurch einen weiteren Qualitätssprung.
Inzwischen haben alle großen Orchester aus Budapest, Götheburg, Israel, London, Moskau, Paris, St. Petersburg, Prag und Warschau die Meraner Musikwochen zu einem Festival der Sinfonien gemacht. Persönlichkeiten wie Charles Dutoit, Sir John Eliot Gardiner, Carlo Maria Giulini, Lorin Maazel, Sir Neville Marriner, Zubin Mehta, Kurt Masur, Sir Roger Norrington, Mstislav Rostropovitch sorgten für unvergessliche Aufführungen.
Die lichtdurchflutete Atmosphäre des Kursaales bietet dabei ein ideales Ambiente. Nach Plänen des Wiener Architekten Friedrich Ohmann erbaut, ist er in seiner Jugendstil-Ästhetik einer der schönsten Konzertsäle Europas. Er verfügt über eine wundervolle Akustik und inspiriert die Künstler zu musikalischen Höchstleistungen. Und so entwickeln sich die Meraner Musikwochen auch beim Publikum immer mehr vom Geheimtipp zu einem internationalen Klassik-Treff.
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